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Was kostet eine Website über drei Jahre? Mit Tabelle und Rechenbeispiel

Eine Website kann beim Start günstig aussehen und im Betrieb mehr kosten als erwartet. Für einen brauchbaren Vergleich brauchen Sie deshalb drei Zahlen: die einmaligen Ausgaben, die laufenden Ausgaben und Ihre eigene Arbeitszeit. Mit der folgenden Tabelle können Sie Angebote und unterschiedliche Wege zur eigenen Website auf derselben Grundlage prüfen.

Der Zeitraum von drei Jahren ist eine Planungshilfe. Er sagt nichts darüber aus, wie lange Ihre Website oder eine Software genutzt werden kann. Alle Zahlen im Rechenbeispiel sind frei erfunden und keine Preise von Zeta Producer oder einem Hostinganbieter.

1. Erfassen Sie zuerst die Leistungen

Bevor Sie Preise eintragen, legen Sie fest, was Sie brauchen: etwa eine Firmenwebsite mit Leistungsseiten, Kontaktmöglichkeit und einigen Bildern. Ein Shop, mehrere Sprachen oder Buchungsfunktionen können zusätzliche Kosten und Arbeit verursachen. Vergleichen Sie deshalb Angebote für denselben Umfang.

Schreiben Sie zu jedem Angebot auf, was enthalten ist und wer die Aufgabe übernimmt. Eine enthaltene Domain gehört beispielsweise nicht noch einmal als zusätzliche Ausgabe in die Rechnung. Dasselbe gilt für E-Mail-Postfächer, Backups oder bereits vereinbarte Änderungen.

2. Tragen Sie Ihre Ausgaben in die Tabelle ein

Sie können die Tabelle ausdrucken oder in eine Tabellenkalkulation übernehmen. Tragen Sie jede wiederkehrende Ausgabe entweder monatlich oder jährlich ein. Bei einem Paketpreis erfassen Sie das Paket einmal und markieren die darin enthaltenen Leistungen. Eigene Stunden beziehen sich jeweils auf die gesamten drei Jahre.

Rechentabelle für zwei Angebote herunterladen (Excel, XLSX)

Die Datei berechnet Ihre Ausgaben über drei Jahre und den Wert Ihrer eigenen Zeit getrennt. Tragen Sie die monatlichen und jährlichen Preise für jedes Jahr ein, damit auch Verlängerungspreise berücksichtigt werden. Gelbe Felder sind Eingabefelder; leere Kostenfelder zählen als 0. Erfassen Sie jede wiederkehrende Ausgabe nur monatlich oder jährlich.

Ihre Website-Kosten über drei Jahre
Kostenblock Einmalig (€) Monatlich (€) Jährlich (€) Eigene Stunden in drei Jahren
Software / Einrichtung _____ _____ _____ _____
Domain und Hosting _____ _____ _____ _____
E-Mail _____ _____ _____ _____
Texte, Bilder und Gestaltung _____ _____ _____ _____
Pflege, Sicherung und Änderungen _____ _____ _____ _____
Zusatzdienste / optionale Upgrades _____ _____ _____ _____
Summe _____ _____ _____ _____

Bei einem Vergleich sollten alle Beträge dieselbe Netto- oder Bruttobasis haben. Vermischen Sie beispielsweise keine Nettopreise eines Dienstleisters mit Bruttopreisen eines anderen Angebots. Nutzen Sie dafür die Angaben aus den konkreten Angeboten.

Was gehört in die einzelnen Zeilen?

  • Software / Einrichtung: Kaufpreis oder Abonnement, Einrichtung und gegebenenfalls bezahlte Unterstützung beim Start.
  • Domain und Hosting: Internetadresse, Speicherplatz und die vereinbarten Leistungen des Webhosters. Prüfen Sie, wie viele Domains im Paket enthalten sind.
  • E-Mail: Postfächer und gegebenenfalls zusätzlicher Speicher oder ein eigener E-Mail-Dienst. Im Hosting enthaltene Postfächer nicht doppelt zählen.
  • Texte, Bilder und Gestaltung: selbst erstellte oder beauftragte Inhalte, Fotos, Bildlizenzen und Unterstützung bei der Gestaltung.
  • Pflege, Sicherung und Änderungen: laufende Aktualisierung von Inhalten, Sicherung der benötigten Daten und Projekte sowie vereinbarte Wartungsleistungen.
  • Zusatzdienste / optionale Upgrades: nur tatsächlich benötigte Dienste oder geplante Erweiterungen, jeweils mit ihrem eigenen Abrechnungszeitraum.

3. Rechnen Sie die Ausgaben für drei Jahre zusammen

Wenn die monatlichen und jährlichen Preise über den ganzen Zeitraum gleich bleiben, lautet die Rechnung:

Ausgaben für drei Jahre = einmalige Ausgaben + 36 × monatliche Ausgaben + 3 × jährliche Ausgaben.

Ein fiktives Beispiel: Sie planen 300 Euro einmalig, 10 Euro monatlich und 20 Euro jährlich ein. Dann ergibt sich:

300 € + 36 × 10 € + 3 × 20 € = 720 €.

Ein monatlich bezahltes Hostingpaket darf dabei nicht zusätzlich als Jahresbetrag in der Tabelle stehen. Die Formel setzt außerdem voraus, dass keine Leistung bereits im einmaligen Preis enthalten ist und anschließend noch einmal berechnet wird.

4. Berücksichtigen Sie Aktions- und Verlängerungspreise

Ein niedriger Einstiegspreis kann zeitlich begrenzt sein. Prüfen Sie deshalb für jede wiederkehrende Position: Wie lange gilt der genannte Preis? Was kostet die Verlängerung? Welche Laufzeit und Kündigungsfrist gelten? Werden Leistungen nach einer kostenlosen Phase kostenpflichtig?

Wenn sich ein Preis ändert, rechnen Sie die Zeitabschnitte einzeln statt mit einem konstanten Monatswert. Kostet ein fiktives Paket im ersten Jahr 5 Euro pro Monat und in den beiden Folgejahren 12 Euro, sind das 12 × 5 € + 24 × 12 € = 348 €. Eine Rechnung mit 36 × 5 Euro würde die Ausgaben zu niedrig ansetzen.

Notieren Sie optionale Erweiterungen getrennt von fest vereinbarten Kosten. So sehen Sie, welche Ausgaben sicher anfallen und welche von einer späteren Entscheidung abhängen. Angebote und Preisstände sollten Sie mit Datum festhalten.

5. Machen Sie Ihre eigene Zeit sichtbar

Auch beim Selbermachen brauchen Planung, Texte, Bilder, Einarbeitung und spätere Änderungen Zeit. Schätzen Sie diese Stunden zusätzlich zu den Rechnungen externer Anbieter. Die Arbeitszeit eines beauftragten Dienstleisters ist dagegen bereits in dessen Preis enthalten und wird nicht noch einmal als eigene Zeit erfasst.

Im Beispiel kommen über drei Jahre zwölf eigene Stunden zusammen. Wenn Sie für Ihre persönliche Planung 40 Euro pro Stunde ansetzen, ergeben sich 12 × 40 € = 480 €. Zusammen mit den 720 Euro Ausgaben beträgt der persönliche Vergleichswert 1.200 Euro.

Die 480 Euro sind keine zusätzliche Rechnung. Der selbst gewählte Stundensatz hilft Ihnen einzuschätzen, wie viel Zeit Sie einsetzen möchten und welche Aufgaben Sie lieber abgeben. Halten Sie die tatsächlichen Ausgaben und den Wert Ihrer eigenen Zeit deshalb getrennt fest.

6. Was Sie bei Zeta Producer einplanen sollten

Zeta Producer ist ein Homepage-Baukasten für Windows. Neben der passenden Softwareedition gehören Domain und Webhosting in Ihre Kostenplanung. Prüfen Sie im gewählten Hostingpaket, ob die benötigten E-Mail-Postfächer bereits enthalten sind.

Bei einer Kaufversion sind Updates innerhalb der gekauften Hauptversion enthalten. Eine spätere Hauptversion ist nicht automatisch eingeschlossen. Erfassen Sie ein späteres Upgrade nur dann als geplante Ausgabe, wenn Sie es in Ihrem Vergleich vorsehen. Maßgeblich sind die aktuellen Editionen und Kaufbedingungen; deshalb enthält dieser Kostencheck keine festen Produktpreise.

Weitere Informationen zu Arbeitsweise, Hosting und Editionswahl finden Sie auf der Homepage-Baukasten-Seite von Zeta Producer. Den konkreten Aufwand für Ihre Inhalte können Sie erst einschätzen, wenn Sie einige typische Seiten und Änderungen selbst ausprobiert haben.

7. Prüfen Sie auch Pflege und einen möglichen Wechsel

Der rechnerisch niedrigste Preis beantwortet noch nicht, ob eine Lösung im Alltag zu Ihnen passt. Klären Sie vor der Entscheidung:

  • Wer kann Texte, Bilder und Kontaktdaten später ändern, und wie viel Einarbeitung braucht diese Person?
  • Wer hat Zugriff auf Domain, Hosting, E-Mail und die benötigten Projektdateien?
  • Welche Sicherungen brauchen Sie, wer erstellt sie und wie lässt sich eine Wiederherstellung prüfen?
  • Welche Inhalte und Daten lassen sich bei einem Anbieterwechsel übernehmen, und was müsste neu aufgebaut werden?
  • Welche Unterstützung ist enthalten, und welche Leistungen werden zusätzlich berechnet?

Ein Website-Import ersetzt nicht automatisch den gesamten Neuaufbau. Für Zeta Producer beschreibt das Handbuch zum Website-Import die Grenzen: Texte, Bilder und Struktur können soweit möglich übernommen werden; Design, Skripte, Formulare und dynamische Inhalte werden nicht übernommen. Planen Sie dafür bei einem Wechsel gegebenenfalls zusätzliche Arbeit ein.

Füllen Sie die Tabelle für jedes konkrete Angebot aus und vergleichen Sie anschließend drei Ergebnisse nebeneinander: die Ausgaben über drei Jahre, die eigene Zeit und die enthaltenen Leistungen. Damit wird sichtbar, welches Angebot zu Ihrem Budget und zu Ihrer verfügbaren Zeit passt.

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